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AlpTransit
Das Projekt der neuen Infrastrukturen des öffentlichen Verkehrs, ausformuliert in der Botschaft des Bundesrates vom 26. Juni 1996 und vom Parlament am 20. März 1998 verabschiedet, umfasst:
- das Programm Bahn 2000, das eine Reihe von Anpassungen vorsieht, die es ermöglichen, die Kapazität des Netzes zu erhöhen, die Fahrzeiten zu verbessern und das Rollmaterial zu erneuern;
- die neuen Alpentransversalen:
des Gotthards mit dem Zimmerberg-, dem Gotthardbasis- und dem Monte Ceneri-Tunnel;
am Lötschberg mit einem teilweise einspurigen Tunnel;
- die Integration der Ostschweiz in die Gotthardlinie;
- den Anschluss der West- und Ostschweiz an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz;
- Verbesserungen am Rollmaterial und Lärmschutzmassnahmen entlang des nationalen Bahnnetzes.
Kosten
Die Kosten belaufen sich auf 30.5 Milliarden Franken (Preise 1995) über eine Laufzeit von 20 Jahren. Dies entspricht einer jährlichen Investition von ca. 1.5 Milliarden Franken. Im Vergleich dazu: Der Bau des Nationalstrassennetzes hat nominal bis heute ungefähr 48 Milliarden gekostet.
Bei seinem Endausbau, vorgesehen ungefähr für das Jahr 2010, wird aufgrund aktueller Schätzungen der Betrag von ca. 80 Milliarden erreicht sein.
Die Finanzierung des gesamten Pakets erfolgt durch:
- die Schwerverkehrsabgabe (55%);
- einen Zusatz von 0.1% auf der MwSt. (19%);
- Mittel aus den Einnahmen der Treibstoffzölle (10%);
- Geldaufnahmen auf dem Kapitalmarkt (16%).
Die Vorteile für den Kanton Tessin
Die Verkehrswege haben die wirtschaftliche Entwicklung und die territoriale Organisation des Kantons Tessin sehr stark beeinflusst. Die Gotthard-Bahnlinie, die heute bereits hundert Jahre alt ist, entspricht nicht mehr den modernen Anforderungen der Wettbewerbsfähigkeit. Der Verzicht auf neue Bahnprojekte würde die bestehenden Infrastrukturen in Frage stellen, die Arbeitsplätze der SBB im Tessin (heute ungefähr 2'500) bedrohen und zum Kollaps der Autobahn A2 führen. Entlang der Gotthardlinie ist trotz Verbesserungsarbeiten die Dienstleistungsstruktur nicht mehr wettbewerbsfähig und den Herausforderungen des neuen Jahrhunderts nicht mehr gewachsen. Heute reist man noch mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von nur 70 km/h.
Mit AlpTransit
- Werden die Fahrzeiten vom Tessin in den Rest der Schweiz drastisch verkürzt; mit dem Monte Ceneri-Tunnel werden auch die Verbindungen innerhalb des Kantons schneller: Zwischen Bellinzona und Lugano wird die Fahrzeit 12 Minuten statt wie bisher 27 bis 31 Minuten betragen, zwischen Locarno und Lugano 20 bis 25 Minuten statt wie bisher 48 Minuten.
- Der Kanton wird in das moderne, sich in ganz Europa in einer Phase zunehmender Expansion befindliche Bahnnetz integriert und verbessert so seine Attraktivität für die Ansiedlung qualitativ hochstehender Firmen.
- Die Investition im Tessin wird sehr hoch sein und 4 bis 4.5 Milliarden Franken betragen, Arbeitsplätze schaffen (ca. 2'000 bis 2'500 allein im Bausektor) und einen zusätzlichen Aufschwung in den Bereichen Tiefbau, Bahntechnik und der lokalen Wirtschaft bewirken. Der Staat, die Wirtschaft und die Gewerkschaften haben schon Initiativen ergriffen, um den Einsatz lokaler Arbeitskräfte durch eine geeignete berufliche Ausbildung zu fördern.
- Die Erhöhung der Kapazität und der Qualität der Dienstleistungen wird es ermöglichen, eine Alternative zum Schwerverkehr auf der Strasse zu bieten und so zum Schutz der kantonalen Bedürfnisse für die Nutzung der A2 und zur entsprechenden Sanierung der Umwelt beizutragen.
Das Projekt AlpTransit muss die Anforderungen des Kantons bezüglich Schutz der Umwelt und der Landschaft erfüllen.
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