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Donnerstag, 2 September 2010 17: 21
Letzte Änderung: 1 9 2010 8: 23
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Gandria und seine Spazierwege
Die Umgebung von Gandria ist gekennzeichnet durch ihre einmalige Landschaft und durch Naturvorkommen von grossem wissenschaftlichem und kulturellem Interesse. Im Sinne einer Aufwertung und Erhaltung dieses Naturreichtums wurde ein Naturlehrpfad errichtet, auf dem die natürlichen, historischen und kulturellen Aspekte der Region aus der Nähe betrachtet werden können. Der mit weissen und braunen Schildern bezeichnete Weg besteht aus 15 "Stationen", von denen jede eine archäologische, botanische, geologische oder visuelle Besonderheit bietet. Dazu wurde ein nützlicher Führer mit dem Titel "Natur- und Archäologieweg" herausgegeben, der am Schalter des Verkehrsbüros Lugano Turismo erhältlich ist. Die Wanderung entlang des rund 7 Kilometer langen Naturlehrpfads dauert etwa drei Stunden. Sie beginnt bei der Hauptstrasse oberhalb von Gandria (345 m), von wo aus eine Treppe direkt in den Wald führt. Hier beginnt der Aufstieg nach Gerra (400 m), der uns sogleich in vergangene Zeiten versetzt: Der Weg ist eine Art Naturtreppe und führt einer alten Trockenmauer entlang durch hohe Bäume und dichtes Gebüsch zu den ersten Stationen auf einer der herrlichen terrassenförmigen Aussichtspunkte, die einst dem Weinbau dienten. Hier finden wir die ersten erratischen Blöcke mit Inschriften aus prähistorischen Zeiten. Etwas weiter oben mündet unser Pfad in den Weg, der von Ruvigliana her nach Campo Rotondo (495 m) führt, von wo aus man schliesslich das Gebiet von Murela (570 m) erreicht. Hier können wir mehrere kuppelförmige Steinblöcke in einem Kastanienwald bewundern, bevor wir den Abstieg in Richtung der Kapelle Madonna di Lourdes (465 m) und des alten Dorfkerns von Gandria in Angriff nehmen. Im Mittelalter befand sich das Dorf Gandria nämlich nicht am See, sondern auf einem Terrassengelände, auf dem heute die Weiler Lizzura und Scensc liegen und wo noch heute eine der wenigen Quellen der Region sprudelt. Erst im 14. Jahrhundert weitete sich das Dorf gegen das Seeufer aus. Heute erinnern noch ein paar Trockenmauern an den ursprünglichen Dorfkern. Der gesamte Weg ist äusserst eindrücklich und strahlt eine ganz besondere Atmosphäre aus. Zeugen der Vergangenheit vermischen sich fast unmerklich mit der heutigen Landschaft. Unzählige Gerüche und Klänge liegen in der Luft und machen die Wanderung zu einem einmaligen Erlebnis. Informationen Der Taschenführer "Natur- und Archäologieweg von Gandria" ist für 5.-- Franken bei Lugano Tourismus erhältlich. Gandria ist auch mit dem Schiff erreichbar (in 35 Minuten ab Lugano). Informationen zum Schiffsfahrplan sind erhältlich bei der Luganer Schiffartgesellschaft (Società navigazione del Lago di Lugano). |
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