Lugano in der Welt – die Welt in Lugano

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Seit 2004 verfolgt die Stadt Lugano eine Strategie zur institutionellen Positionierung mit dem Ziel, ihre Beziehungen zu Städten, Regionen und internationalen Partnern zu stärken. In diesem Rahmen übernimmt die Stadtverwaltung eine vermittelnde Rolle: Sie eröffnet Dialogkanäle, vernetzt Institutionen, Unternehmen, Universitäten und Forschungszentren und fördert Synergien sowie Kooperationen, die Mehrwert für die Region schaffen.

Diese Strategie stärkt die Rolle Luganos als offenes urbanes Zentrum mit ausgeprägter internationaler Ausrichtung. Als Wirtschafts-, Finanz- und Innovationsstandort verfügt die Stadt über eine lange Tradition des Austauschs mit Europa und der übrigen Welt. Ihr kosmopolitischer Charakter, die weit verbreitete Beherrschung der Landessprachen und des Englischen sowie die Präsenz von 141 Nationalitäten machen Lugano zu einem Ort, an dem Kontakte und Vermittlung besonders leicht entstehen. An der Schnittstelle der beiden grossen Metropolräume Mailand und Zürich gelegen, profitiert Lugano von einer strategischen Lage, die seine Rolle als Plattform für hochwertige Dienstleistungen und als Drehscheibe zwischen Nord- und Südeuropa stärkt. Hinzu kommen die hohe Landschaftsqualität, ein urbanes Umfeld mit menschlichem Massstab sowie die grosse Attraktivität des Standorts.

Internationale Grossveranstaltungen

Das Lugano Global Forum wurde 2025 in Zusammenarbeit mit der Stadt Lugano und der Università della Svizzera italiana (USI) ins Leben gerufen und ist eine internationale Dialogplattform, die sich den grossen wirtschaftlichen, geopolitischen und technologischen Veränderungen unserer Zeit widmet. Die erste Ausgabe, die am 10. und 11. November 2025 stattfand, brachte in Lugano politische Entscheidungsträger, Unternehmensvertreter, Wissenschaftler, Akteure aus der Finanzwelt sowie Medienschaffende zusammen, um das Thema „The Certainty of Uncertainty: Navigating the New World Disorder“ zu diskutieren. Mit dieser jährlich stattfindenden Veranstaltung stärkt Lugano seine internationale Positionierung als Ort der Begegnung, des Austauschs und des Aufbaus von Beziehungen zwischen Institutionen, Unternehmen und der Wissensgemeinschaft.

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Am 3. und 4. Dezember 2026 wird Lugano die Ministerkonferenz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ausrichten.

Die OSZE mit Sitz in Wien ist mit 57 Teilnehmerstaaten die grösste regionale Sicherheitsorganisation der Welt.

Die Konferenz findet im Rahmen des Schweizer OSZE-Vorsitzes statt, den die Schweiz im Jahr 2026 zum dritten Mal nach 1996 und 2014 übernehmen wird.

Während zweier Tage wird Lugano im Mittelpunkt der internationalen Aufmerksamkeit stehen. Nach der Ausrichtung der Ukraine Recovery Conference im Jahr 2022 bestätigt die Stadt erneut ihre Fähigkeit, hochrangige internationale Veranstaltungen zu beherbergen, und stärkt ihre Rolle als Plattform für Dialog, Austausch und Zusammenarbeit im Dienste von Frieden und gemeinsamer Sicherheit.

An der Veranstaltung werden die Aussenministerinnen und Aussenminister der 57 Teilnehmerstaaten sowie der 11 Kooperationspartner zusammen mit ihren Delegationen teilnehmen. Im Verlauf der Beratungen werden die wichtigsten Fragen zu Sicherheit, politischer Zusammenarbeit und Konfliktprävention behandelt.

In einer Zeit, die von Konflikten und geopolitischen Spannungen geprägt ist, will die Schweiz mit ihrem OSZE-Vorsitz dazu beitragen, den Dialog zwischen den Staaten zu fördern und Lösungen zu unterstützen, die auf Stabilität und gegenseitigem Vertrauen beruhen.

Die Organisation der Veranstaltung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Bund, dem Kanton Tessin und der Stadt Lugano, um den Erfolg eines Anlasses von internationaler Bedeutung für die Schweiz und die gesamte Region sicherzustellen.

Am Montag, 4. Juli, und Dienstag, 5. Juli 2022, waren die Stadt Lugano und der Kanton Tessin Gastgeber der Ukraine Recovery Conference (URC 2022). Die Konferenz, die seit langem auf der schweizerischen und internationalen politischen Agenda stand, richtete ihren Fokus nach Ausbruch des bewaffneten Konflikts neu aus und war dem Wiederaufbau- und Entwicklungsplan der Ukraine gewidmet. Sie mündete in die Verabschiedung der Erklärung von Lugano und ihrer sieben Leitprinzipien.

Die Konferenz wurde gemeinsam vom Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Ukraine organisiert. Für die Schweiz nahmen Bundespräsident Ignazio Cassis, Bundesrätin Simonetta Sommaruga und die Präsidentin des Nationalrates Irène Kälin teil. Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, richtete per Videoübertragung eine Ansprache an die Konferenz, während Ministerpräsident Denys Schmyhal und mehrere Mitglieder der ukrainischen Regierung persönlich anwesend waren.

An den Arbeiten der URC 2022 beteiligten sich 58 internationale Delegationen, darunter auch jene der Europäischen Union. Ebenfalls nach Lugano gereist war die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen.

Städtepartnerschaften und Kooperationsabkommen: Instrumente des internationalen Dialogs

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Lugano blickt über seine Grenzen hinaus und verfolgt eine offene und vernetzte Vision, die über die lokale Ebene hinausreicht. Städtepartnerschaften und Kooperationsabkommen sind wichtige Instrumente zur Entwicklung gemeinsamer Projekte in strategischen Bereichen wie Wirtschaft, Bildung und Forschung, Kultur und Tourismus, Innovation sowie digitale Transformation.

Heute wird Wettbewerbsfähigkeit zunehmend zwischen urbanen Räumen ausgetragen, die als Zentren für Innovation, Wissen, Dienstleistungen und Chancen verstanden werden. Dank eines starken wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Ökosystems, das national und international anerkannt ist, verfügt die Stadt über einen gefestigten Ruf, der sie zu einer glaubwürdigen und attraktiven Partnerin für Institutionen, Investoren, Unternehmen und Forschungszentren macht.

Die Stadt Lugano unterhält derzeit eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Hangzhou (China) sowie multisektorale Kooperationsabkommen mit sieben Städten in vier verschiedenen Ländern.

Multisektorale Kooperationsabkommen

Buenos Aires – 18. Oktober 2008

Die Zusammenarbeit hat sich hauptsächlich im kulturellen Bereich entwickelt und den künstlerischen Austausch, Ausstellungsinitiativen, Gelegenheiten zum institutionellen Dialog sowie die gegenseitige Förderung der beiden Städte begünstigt.

Almaty – 18. Mai 2016

Das Abkommen fördert auf wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit ausgerichtete Beziehungen, mit besonderem Augenmerk auf die Entwicklung von Kontakten zwischen Institutionen und Unternehmen.

Genua – 17. April 2018

Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf die Bereiche Wirtschaft, Kultur, Mobilität, europäische Logistik und Infrastruktur, wobei den tiefgreifenden Transformationsprozessen des internationalen Handels besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Sie fördert Gelegenheiten zum Austausch und zur vertieften Auseinandersetzung zwischen Institutionen, Fachleuten und Akteuren des Sektors.

Beihai – 18. Dezember 2004
Changchun – 2. August 2004
Zhenjiang – 15. Oktober 2016
Chaoyang-Distrikt, Peking – 31. Juli 2012

Bei den chinesischen Städten betreffen die Austauschaktivitäten insbesondere die Bereiche Kultur, Wissenschaft, Hochschulwesen, Tourismus, Wirtschaft und Innovation. Ziel ist es, den institutionellen Dialog, den Austausch zwischen den Regionen sowie die Entwicklung von Beziehungen zwischen Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen zu fördern.

Diplomatische Besuche und institutionelle Treffen

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Diplomatische Besuche und institutionelle Treffen stellen einen bedeutenden Bestandteil der internationalen Beziehungen der Stadt dar. In Lugano erfolgt der Empfang von Delegationen, Botschaftern, Konsuln sowie schweizerischen und ausländischen institutionellen Vertretern nach einem Protokoll, das den Dialog und den gegenseitigen Respekt in den Mittelpunkt stellt.

Die Stadtbehörden, insbesondere der Bürgermeister und die Mitglieder des Stadtrats, empfangen die Gäste in repräsentativen Gebäuden wie dem Palazzo Civico und der Villa Ciani. Das Protokoll umfasst offizielle Begrüssungen, Gespräche über Themen von gemeinsamem Interesse, den Austausch symbolischer Geschenke sowie die Unterzeichnung des Ehrenbuchs.

In diesem Zusammenhang ist das Protokoll nicht nur ein formeller Rahmen, sondern auch ein Instrument der kommunalen Diplomatie. Diplomatische und institutionelle Besuche tragen dazu bei, einen kontinuierlichen Dialog mit Städten, Institutionen und Partnern aufrechtzuerhalten, das Ansehen der Stadt auf internationaler Ebene zu fördern und die Voraussetzungen für künftige Kooperationen zu schaffen.

Jeder Besuch bietet die Gelegenheit, Lugano in seinen vielfältigen Facetten vorzustellen: als Schweizer Stadt mit internationaler Ausstrahlung, die institutionelle Stabilität, hohe Lebensqualität, wirtschaftliche Dynamik und eine starke Innovationsorientierung miteinander verbindet. Durch diese Begegnungen stärkt die Stadt ihr Beziehungsnetzwerk, hebt die Kompetenzen der Region hervor und festigt ihre Rolle als Brücke zwischen unterschiedlichen Realitäten und Kulturen.

Das Ehrenbuch der Stadt Lugano

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Das Ehrenbuch der Stadt ist der Ort, an dem das Protokoll zur Erinnerung wird und jede Begegnung eine bleibende Spur hinterlässt.

Seit 1985 sammelt es die Unterschriften, Widmungen und Botschaften politischer Amtsträger, Delegationen und Persönlichkeiten, die von der Stadt empfangen wurden, und macht jeden offiziellen Besuch zu einem lebendigen Zeugnis der institutionellen Geschichte Luganos. Staatspräsidenten und Staatsoberhäupter, Bundesräte, diplomatische Vertreter, Prinzen und Königinnen, Spitzensportler, Künstler und Akademiker haben seinen Seiten ein Stück ihrer Anwesenheit anvertraut und damit zur Geschichte der Beziehungen beigetragen, die Lugano im Laufe der Zeit aufgebaut hat.

Seite für Seite vermittelt das Ehrenbuch das Bild einer dialogoffenen Stadt, die Beziehungen zu europäischen und globalen Partnern knüpfen, neue Gesprächspartner willkommen heissen und institutionelle Begegnungen in dauerhafte Verbindungen verwandeln kann.

Zahlreiche Länder aller fünf Kontinente sind in seinen Seiten vertreten: von Japan bis Neuseeland, von Indien bis zu den Vereinigten Staaten sowie Indonesien, China, Argentinien, Peru, Südafrika und Südkorea. Dies sind nur einige Beispiele für die unterschiedlichen Herkünfte, die von der Vielfalt der Kulturen, Sprachen, Geschichten und Perspektiven erzählen, die im Laufe der Jahre nach Lugano gekommen sind. Jede Unterschrift wird so zu einem Zeugnis von Offenheit und Dialog und verwandelt das Protokoll in eine symbolische Brücke zwischen der Stadt und der Welt.

Als fester Bestandteil des städtischen Zeremoniells bewahrt, begleitet das Ehrenbuch bis heute offizielle Besuche und verleiht jeder Begegnung einen Wert, der über den Moment des Ereignisses hinausreicht. Es ist lebendige Erinnerung und Ausdruck institutioneller Identität, zugleich aber auch ein Symbol für Luganos Berufung als Ort der Begegnung und des Austauschs zwischen unterschiedlichen Kulturen, Gemeinschaften und Institutionen.

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