Um eine strategische Vision zu entwickeln, welche den unterschiedlichen Besonderheiten des Gebiets Rechnung trägt, hat die Stadt einen Kommunalen Richtplan (PDCom) erarbeitet, der 2024 vom Stadtrat genehmigt wurde. Der PDCom ist ein programmatisches und strategisches Planungsinstrument, das die räumliche Entwicklung des Gemeindegebiets mit Zeithorizont 2050 aufzeigt. Insbesondere dient er als Referenzrahmen für die Revision und Harmonisierung der 19 heute geltenden Nutzungspläne (PR) im Sinne einer einheitlichen Gesamtvision und gewährleistet gleichzeitig die Aufwertung und Anerkennung der lokalen Besonderheiten, die das gesamte Gebiet von Lugano prägen. Mit dem PDCom wurde das Konzept der Konstellationen eingeführt, das das Gemeindegebiet in neun räumlich homogene Teilgebiete mit jeweils ähnlichen Merkmalen gliedert. Die Konstellationen bilden damit die geeigneten räumlichen Einheiten, um der Komplexität des Gebiets von Lugano zumindest in planerischer Hinsicht gerecht zu werden. Sie bieten den geeigneten Massstab, um die Notwendigkeit einer einheitlichen Gesamtvision mit dem Bestreben in Einklang zu bringen, die lokalen Besonderheiten anzuerkennen und zu stärken.

Nove Costellazioni PDCom

Die neun Konstellationen, aus denen sich der neue Nutzungsplan von Lugano zusammensetzen wird: I. Val Colla, II. Ronchi, III. Costa Sinistra, IV. Piana, V. Monte Brè, VI. Lugano a lago, VII. Città Alta, VIII. San Salvatore, IX. Pian Scairolo.

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Die wichtigsten Etappen der Revision

Das nachstehende Schema (auf Italienisch) veranschaulicht die wichtigsten vorgesehenen Etappen der Gesamtrevision des Nutzungsplans:

Schema revisioni PR

Für jeden Konstellationsnutzungsplan muss dem Departement für Raumentwicklung ein Vorentwurf zur Prüfung unterbreitet werden. Beide Dokumente – der Vorschlag für den neuen Nutzungsplan und der kantonale Vorprüfungsbericht – werden anschliessend öffentlich zur Vernehmlassung aufgelegt. Auf dieser Grundlage wird der Stadtrat die definitiven Unterlagen ausarbeiten und sie dem Gemeinderat zur Beschlussfassung unterbreiten. Anschliessend werden die gesamten Unterlagen dem Kanton zur definitiven Genehmigung übermittelt.

Strategische Begleitung

In seiner Sitzung vom 12. März 2026 ernannte der Stadtrat die Mitglieder der strategischen Begleitgruppe, welche die Abteilung Planung, Umwelt, Energie und Mobilität (DPAM) bei Entscheidungen zur Arbeitsplanung und zur Vergabe von Mandaten für die Erarbeitung der Planungsleitbilder begleiten wird. Im Allgemeinen wird die Gruppe die Entscheidungsfindung hinsichtlich der konzeptionellen Ausrichtung des Projekts unterstützen. Für die Zusammensetzung der Gruppe wurde beschlossen, anerkannte Fachleute aus den Bereichen Raumplanung und Städtebau beizuziehen, die über breite und vielfältige Erfahrungen in räumlichen Fragestellungen, in der Beratung von Behörden sowie im Bereich öffentlicher Wettbewerbe verfügen.

Die Gruppe externer Fachleute wird zudem mit der DPAM zusammenarbeiten, um die Übereinstimmung der Planungsleitbilder mit den im Kommunalen Richtplan (PDCom) verankerten Visionen und Strategien zu gewährleisten und eine kohärente – soweit möglich einheitliche und qualitativ hochwertige – Umsetzung der planerischen Massnahmen und Vorgaben in allen Konstellationen sicherzustellen.

Mitglieder der Begleitgruppe

Nach seinem Studium und seiner Promotion in Physik in Zürich war er in der wissenschaftlichen Forschung in der Schweiz und im Ausland tätig. Ab 1989 arbeitete er beim Departement für Raumentwicklung (DT), zunächst in der Sektion Luft- und Gewässerschutz (SPAAS). Von 2001 bis 2010 leitete er die Sektion Raumentwicklung und befasste sich unter anderem mit der Revision des kantonalen Richtplans. Von 2011 bis 2018 war er schliesslich Direktor der Abteilung Umwelt und Koordinator des Departements, mit dem er anschliessend während mehrerer Jahre im Rahmen eines Zusammenarbeitsmandats weiterhin verbunden blieb. Er ist Mitglied des Vorstands der Regionalgruppe Tessin von EspaceSuisse. Moreno Celio wurde insbesondere aufgrund seiner Erfahrung in der Leitung komplexer Projekte innerhalb einer öffentlichen Verwaltung vorgeschlagen.

Er schloss 1988 sein Architekturstudium an der ETH Zürich ab. Er ist Inhaber des Architekturbüros WE in Lugano. Er unterrichtete an der ETH Zürich und hielt Vorlesungen an zahlreichen internationalen Hochschulen sowie an der Accademia di architettura in Mendrisio. Seit 2015 ist er Professor und Verantwortlicher für den Schwerpunkt Architektur und Tragwerk im Master of Arts in Architecture der HSLU – T&A in Luzern. Als ehemaliger Präsident der Landschaftskommission des Departements für Raumentwicklung (DT) ist er Mitglied der Technischen Kommission für Städtebau und Architektur (CT UA) sowie der Konferenz der technischen Verbände (CAT). Felix Wettstein wurde insbesondere vorgeschlagen, um die Kohärenz mit dem Kommunalen Richtplan (PDCom) sicherzustellen, da er Mitglied der interdisziplinären Gruppe war, die diesen erarbeitet hat (Gruppe Paola Viganò).

Er schloss 1982 sein Architekturstudium an der ETH Zürich ab. Anschliessend arbeitete er als selbstständiger Architekt in Lugano und an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL). Von 1992 bis 2022 übte er verschiedene Funktionen beim Amt für Raumentwicklung Graubünden aus, unter anderem als stellvertretender Kantonsplaner. Seit 2022 ist er Mitinhaber und Geschäftsführer von SI-PLAN, einem Beratungsunternehmen für Raumentwicklung und Baukultur. Alberto Ruggia wurde insbesondere aufgrund seiner Fachkenntnisse im Bereich der Nutzungsplanung und, allgemeiner, der Raumentwicklung vorgeschlagen. Dabei bringt er auch Erfahrungen und Perspektiven aus anderen Kantonen ein.

Bericht

Der Stadtrat beabsichtigt, jährlich einen Bericht über den Stand der Gesamtrevision des Nutzungsplans sowie über die Verwendung des entsprechenden Investitionskredits zu erstellen. Der erste Bericht ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

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